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Gabi Baumgartner: Einführung anlässlich von „new member*martina Montecuccoli“, Galerie im Turm, 2017

Die 1965 in Mödling geborene und in Baden aufgewachsene Künstlerin, studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaft und ist seit einigen Jahren Mitinhaberin einer PR Agentur. Neben ihrer Medienarbeit bildete sie sich künstlerisch weiter, wie etwa ihr Studium an der Wiener Kunstschule, die sie 2014 mit Auszeichnung absolvierte.

Legte sie vor allem in ihren ersten, seriellen Werken den Fokus auf das Einfangen von Alltagsmomenten und Stimmungsbildern, verbindet sie in ihren jüngsten konzeptuellen Serien ihre Erfahrungen im Medienbereich mit Gesellschaftskritik, wie beispielsweise in „pas un drapeau“, 2016 – 2017. In dieser Werkserie setzt sie sich unter anderem mit der Frage, wie die Wirklichkeit und ihre Repräsentation in diversen Medienberichterstattungen divergieren, auseinander.

In ihrer konzeptuellen Arbeit komponiert sie jeden Aspekt in seiner Aussage zu einem großen Geflecht an Überlegungen, sodass ihre Werke nicht nur von einer Seite her betrachtet werden können. Sie ist als Künstlerin wohl überlegt, die selbst in der Auswahl des Papiers ihrer Malerei die für sie richtige Bedeutung erspürt. Bemerkenswert ist, dass Martina Montecuccoli zuerst ihr Konzept durchdenkt, alle Aspekte ausformuliert und erst anschließend mit der malerischen Arbeit beginnt. Nicht selten kann dabei auch ein gewisser poetischer Ausdruck in ihren Kunstwerken bemerkt werden. Ihr Gefühl für Ästhetik, vereint mit ihrem malerischen Vermögen wird in ihrem Ausdruck sichtbar und doch merkt sie dabei Kritisches an und lässt ihre Überlegungen uns als Betrachter aufrütteln und nachdenklich stimmen. Die Arbeiten von Martina Montecuccoli dürfen nicht auf ihre augenscheinlich ästhetische Wirkung reduziert werden, sondern werden mit dem Wissen ihrer Überlegungen zu bedeutungsvollen, kritischen Arbeiten, die mehr als einen kurzen Augenblick der Betrachtung bedürfen.

Peter Reischer: RAUMgeSCHICHTEN 1723 bis 2014
In: Architektur. – Jan. 2015
„Es sieht wie der Rest einer Bodenmarkierung aus, ist aber die Zeitspur, die die Architektur der letzten 300 Jahre an dieser Stelle hinterlassen hat. Sichtbar gemacht wurde diese Gebäudearchäologie durch ein künstlerisches Projekt von Lena Fasching und Martina Montecuccoli.“  >>>  zum gesamten Artikel: Architektur_01-2015

Christian Scherl im Gespräch mit Martina Montecuccoli:
„Nur vor Ort bekommt man die Stimmung mit“
In: ZuHause. Wohnen und Leben in Wiens Gemeindebauten. – Wien, Dez. 2014
„Die Zeichnungen von Martina Montecuccoli spiegeln auf abstrakter Ebene die Authentizität des Lebens
im Gemeindebau wieder.“ >>>  zum gesamten Artikel: Zu Hause_12-2014

Stiege 8/Tür 7. Homestorys aus dem Wiener Gemeindebau.
In: WienInternational, Oktober 2014
„Seine Geschichten, Homestorys aus dem Gemeindebau, wie der Titel lautet, sind „nahe an den Menschen“. So formuliert er es selber gerne, wenn es um die Illustration seines Buches geht.
Martina Montecuccoli unterstreicht mit ihren Zeichnungen das geschriebene Bild vom Gemeindebau. Es sind Geschichten von und über Menschen, die im Gemeindebau aufgewachsen sind, dort gelebt haben oder heute noch leben. Es sind Geschichten, die sich immer um das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen drehen. Humorvoll, augenzwinkernd, manchmal systemkritsch, aber doch im Grundtenor immer liebevoll – über eine Institution, die sich Wiener Gemeindebau nennt..“ >>> Link zum gesamten Artikel

Wojciech Czaja: „Kunstprojekt: Bitte betreten!“
In: Der Standard, 20.09.2014
„[…] da, wo heute gewohnt wird, stand von 1723 bis 1863 eine Kaserne. Baumeister des Riesendings, das nun in einem roten Zeitschatten verewigt wurde, war niemand Geringerer als Jakob Prandtauer, der Erbauer des Stifts Melk. Man möchte förmlich durch die Räume schreiten, durch das Wachtmeisterzimmer („1“), durch die Gemeinzimmer („3“), durch die kleinen Sattel- und Monturkammern („5“). Auch die Lage der späteren Brotfabrik (gelb) und des noch viel späteren Umspannwerks (blau), die hier einst standen, kann man betreten studieren. […] Wenig später marschiert der Pensionist Gustav Hammerschmied über die Kunst. „Ich halte das für ein g’scheites Projekt, das uns bewusst macht, dass wir nicht immer nur die Ersten sind, die etwas tun. Jeder Ort hat eine Geschichte. Und hier kriegt man eine Idee davon, was sich an dieser Stelle schon alles abgespielt haben muss.“ Abgesehen davon, so Hammerschmied, wirken die RAUMgeSCHICHTEN der grassierenden Anonymität in der zeitgenössischen Architektur entgegen.[…]“ >>> Link zum gesamten Artikel

Wolfgang Freitag: „Was der Wiener Untergrund uns allen zu erzählen hat“
In: Die Presse, 16.09.2014
„[…] Schauplatz Obere Donaustraße 15a. Dort haben die Bauträger Neue Heimat und Österreichisches Volkswohnungswerk jüngst eine Wohnanlage errichtet, die nicht weiter bemerkenswert wäre, hätte man sich nicht für die Gestaltung des Durchgangs Richtung Augarten Bemerkenswertes einfallen lassen: Der wurde im Rahmen eines Wettbewerbs Studierenden der Wiener Kunstschule überantwortet, und das Siegerprojekt, „Raumgeschichten“ von Lena Fasching und Martina Montecuccoli, kehrt nun tatsächlich das Untere nach oben. Will sagen: das Innerirdische auf Durchgangsniveau.[…]“ >>> Link zum gesamten Artikel

Wolfgang Pichler: „Kunst ohne Schule“
In: www.artmagazine.cc, 02.06.2014
„[…] Die Arbeit von Martina Montecuccoli ist eine wundervoll poetische und tiefgehende Auseinandersetzung mit dem klassischen Thema der Gundbedingungen von Kunst. Entgegen der Leserichtung aber dennoch irgendwie logisch beginnt diese Serie aus vier Arbeiten mit einem leeren Keilrahmen und dem Garn für die Leinwand. Als nächstes ist die Leinwand gewebt und aufgespannt zu sehen. Danach ein Bild welches auf einem grundierten Stück Leinwand die Gewebestruktur des Materials Leinwand mit Bleistift gezeichnet zeigt. Schließlich eine Variation des selben Themas, nur weniger statisch. All dies in dezenten, sich aus dem Material ergebenden Farben gehalten und mit einem subtil monotonen Webstuhlgeklapper untermalt, ergibt eine durch und durch gelungene Arbeit und lässt hoffen, bald mehr von dieser Künstlerin zu sehen zu bekommen. […] “ >>> Link zum gesamten Artikel